Erfolgreiche Premiere: Die Personenfähre „Priwall IV“, die zum ersten Mal an den Weihnachtstagen zwischen Travemünde und der Halbinsel eingesetzt wurde, hat an 16 Tagen knapp 17 000 Fahrgäste befördert. „Die Zahlen haben unsere eigenen Vorstellungen übertroffen“, freut sich Dorothee Gaedeke, Leiterin der Priwallfähren.

 

Es war eine Premiere – und sie ist gelungen. 16 Tage war die Personenfähre „Priwall IV“ über Weihnachten und Neujahr im Einsatz, zum ersten Mal überhaupt in ihrer Geschichte. Das Fazit des Stadtverkehrs ist außerordentlich positiv. Knapp 17 000 Fahrgäste nutzten die Passage zwischen der Nordermole und dem Priwall. Besonders viel Andrang gab es am letzten Tag des Jahres.

Zahlen haben Erwartungen übertroffen

Täglich zwischen 10 und 17 Uhr pendelte das 54 Jahre alte Schiff, das seit Juni 2018 als Ersatz für die immer noch kaputte „Priwall VI“ fährt, zwischen dem Priwall und der Anlegestelle an der Nordermole. „Wir wollen einmal ausprobieren, wie das Angebot angenommen wird“, sagte Unternehmenssprecherin Gerlinde Zielke vor dem Startschuss. Jetzt steht fest: Die Norderfähre hat ihren ersten Testbetrieb außerhalb der Saison erfolgreich überstanden. „Die Fahrgastzahlen haben letztendlich unsere eigenen Vorstellungen übertroffen. Wir freuen uns sehr, dass über die Ferien- und Feiertagszeit ein so großer Zuspruch zu verzeichnen war“, sagt Dorothee Gaedeke, Leiterin der Priwallfähren.

Spitzenwert am letzten Tag des Jahres

Besonders stark frequentiert wurde die Barkasse zu Silvester: Am letzten Tag des Jahres nutzten 2109 Menschen die Möglichkeit, von Travemünde zum Priwall oder umgekehrt zu schippern. Sehr gut besetzt war die „Priwall IV“ auch an den Weihnachtstagen und in der Zeit bis zum Jahreswechsel: Während Heiligabend und am ersten Feiertag noch insgesamt 1417 Passagiere befördert wurden, waren es allein am zweiten Weihnachtstag 1423. Am 28. und 29. Dezember wurden die Zahlen mit 1592 beziehungsweise 1831 deutlich übertroffen. Am Neujahrstag wurden 1479 Passagiere gezählt, und am vorigen Sonntag, dem letzten Tag des Testbetriebs, 1332.

Weihnachtliche Stimmung an Bord

„Der Fährbetrieb mit dem inzwischen in die Jahre gekommenen Fährschiff hat allen viel Spaß gemacht“, sagt Stadtverkehrs-Sprecherin Gerlinde Zielke. Mit einem kleinen leuchtenden Tannenbaum an Bord habe nicht nur bei Lübeckern und den vielen Touristen gute weihnachtliche Stimmung geherrscht. „Auch die Fährführer, die über Weihnachten und Silvester Dienst schieben mussten, freuten sich über den Sondereinsatz.“ Viele Fußgänger hätten die Möglichkeit zur Überfahrt für einen ausgedehnten Spaziergang entlang der Wasserkante und die Nutzung von Restaurants und Cafés auf beiden Seiten der Trave genutzt.

Positive Resonanz von Restaurantgästen

Lasse Lange, Geschäftsführer von Waterfront-Gastro und Mit-Betreiber des vor wenigen Wochen eröffneten Restaurants „Ahoi“ von Starkoch Steffen Henssler auf dem Priwall, ist voll des Lobes über den Einsatz der Personenfähre: „Wir haben eine unfassbar positive Resonanz von unseren Gästen bekommen.“ Nicht nur Urlauber, sondern vor allem Restaurantbesucher aus Lübeck und Travemünde seien begeistert gewesen. Auch für die anderen gastronomischen Betriebe wäre es eine gute Sache, wenn die Personenfähre künftig das ganze Jahr über fahre.

Forderung nach ganzjährigem Betrieb

Aus den Reihen der Politik wurde bereits die Forderung nach einem ganzjährigen Betrieb der Personenfähre laut. Vor wenigen Tagen hatte sich die CDU-Fraktion dazu geäußert. Die kleine Fähre sei ein wichtiger Baustein der Flaniermeile entlang der Travepromenade, so Fraktionschef Oliver Prieur und Klaus Puschaddel. Spaziergänger könnten zum Priwall fahren, dort auf der neuen Promenade am Passathafen bis zur Autofähre gehen und anschließend wieder nach Travemünde übersetzen.

Weitere Testphasen geplant

Laut Gerlinde Zielke sollen die Erkenntnisse aus dem Testbetrieb als Grundlage für weitere Planungen des zukünftigen Fährbetriebs dienen. Weitere Testphasen würden folgen, kündigt sie an.

Quelle: LN/ Thomas Krohn

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