Finnlines hebt Systemrelevanz der Reederei bei der Abwicklung des seewärtigen Außenhandels Finnlands hervor

„Trotz der Coronavirus-Situation verkehren die Fracht- und Passagierschiffe von Finnlines planmäßig.“ Das betont die zum italienischen Schifffahrts-Konzern Grimaldi Group gehörende Reederei Finnlines in einer aktuellen Erklärung. Der zuverlässige Transport etwa von Lebensmitteln und anderen Gütern von einem Land ins andere sei „essenziell – insbesondere in der vorherrschenden Situation“, so das Unternehmen weiter. Die von nationalen und internatio-nalen Behörden festgelegten Richtlinien und Anweisungen könnten „sich jedoch auf den Passagierverkehr auswirken“. In der aktuellen Ausgabe seiner Frachtkunden-Publikation betont Emanuele Grimaldi, CEO der von Neapel aus geführten Schifffahrts-Gruppe, dass Finnlines in den zurückliegenden Monaten seit dem Ausbruch der Pandemie mit der zuverlässigen Aufrechterhaltung seines umfangreichen Transportangebotes einen entscheidenden Beitrag zur Stabilität der finnischen Volkswirtschaft geleistet habe. Und dieses Ziel werde das Unternehmen auch weiterhin verfolgen, versicherte Grimaldi.

Er verweist auf die große Abhängigkeit des nordischen Staates von einem ungestörten Waren-, aber auch Passagierverkehr über See. Denn im Grunde genommen sei Finnland „in geografischer Hinsicht wie eine Insel zu betrachten“, so Grimaldi weiter. Allein über den Seeweg würden jährlich rund 100 Millionen Tonnen Frachtgüter aller Art über verschiedene Reedereien und Operateure von und nach Finnland transportiert. Von den etwa eine Million Lkw, die im Jahresschnitt über die Fährschiff-gestützten Seebrücken zwischen Estland, Schweden, Deutschland und Finnland transportiert werden, vereine Finnlines mehr als Drittel auf sich.

Konzernchef Grimaldi räumt ein, dass gerade die Passagierverkehre durch die Corona-Pandemie erheblich in Mitlei-denschaft gezogen wurden. Das galt vor allem für die traditionell starke Verkehrsachse zwischen Finnland und Schweden. Reederei-Chef Grimaldi ist jedoch überzeugt: „Wir haben die Ölkrise in den 1970er-Jahren gemeistert, wir überlebten den Twin-Tower-Schock vom September 2001 (Anschlag in New York, d. Red.), wir bewältigten die Folgen der globalen Banken- und Finanzkrise 2008; wir werden auch mit dieser Pandemie klar kommen.“ Die Zuversicht in ein weiteres Wachstum im Ostsee-Verkehr spiegelt sich nach Überzeugung der Reederei-Gruppe auch in den beschlossenen Investitionen in neue, leistungsstärkere und umweltfreundliche Schiffe wider. Rund 500 Millionen Euro fließen dazu mittelfristig in ein umfassendes Flottenneuerungs- und Ausbauprogramm.

Quelle: Täglicher Hafenbericht (THB/EHA)

Kategorien: Aktuelle InfosAllgemein

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