Beim Lagerhaus Lübeck löscht Neuzugang MS RIX WARRIOR (90m) Dünger aus dem belgischen Ghent:

Bei Firma Brüggen löscht die am Sonntag eingelaufene MS AURELIE (90m) Hafer aus dem finnischen Vaasa:

Am Lehmannkai 3 MS WILSON JUPITER (89m) mit Lysit aus den norwegischen Maurholen:

Bei dem Neuzugang WILSON JUPITER fällt beim Blick auf die techn. Daten sofort auf, dass zwischen dem Baujahr 2021 und der beim Bauauftrag zugeteilten IMO-Nr. 9411795 ein erheblicher Zeitraum liegen muss. Begonnen hat das Ganze im Jahr 2008, als die niederländische Wagenborg-Gruppe der, inzwischen nicht mehr in dieser Form existierenden Werft Bijlsma Scheepswerf B.V., den Auftrag zum Bau von drei Frachtern des Typs „Bijlsma Trader 3250“ gab. Diese hatte den Bau der Rümpfe im Unterauftrag weitergegeben an Lodenice Nova Melnik S.r.a. in Tschechien. Das erste Schiff, die heutige WILSON JUPITER, lief Ende Dezember 2009 vom Stapel. Da auch diese Werft, genau wie Bijlsma, mit Problemen zu kämpfen hatte, blieb der Kasko zunächst in Melnik liegen. Wagenborg löste den Bauvertrag auf. Im Februar 2013 wurde das „tote Schiff“ nach Lemmer geschleppt und dort weiterhin aufgelegt. Nachdem sowohl Bijlsma B.V., als auch Lodenice Nova von der niederländischen VEKA-Gruppe übernommen wurden, kam wieder Bewegung in die Sache. Im Sommer 2020 zeigten die Partner Wilson Euro Carriers / Sunship Schiffahrtskontor KG ein Interesse an den Frachtern. So wurde die 3629 t tragende WILSON JUPITER zunächst bei VEKA Scheepsbouw B.V. in Lemmer ausgerüstet, und später beim Zweigbetrieb in Werkendam fertiggestellt. Seit Oktober 2021 gehört der 88,97 m lange Frachter nun zur Flotte von Sunship / Lauterjung Shipmanagement und fährt für den Partner Wilson. Das Schwesterschiff WILSON SATURN soll noch in diesem Jahr in Fahrt kommen. Der Kasko liegt seit 2009 in Lemmer. (Quelle: Holger Meier)

Am Konstinkai wird MS GROSSE FREIHEIT (107m) mit Holzhackschnitzel beladen: