Was ist kurzfristig bzw. mittelfristig an den Kaianlagen in Lübeck geplant ist (LHG und andere Port of Lübeck Mitglieder):
Hansalink 3
Mit Hansalink 3 hat der Port of Lübeck ein weiteres gemeinsames EU-Förderprojekt mit dem Port of Helsinki initiiert. In beiden Häfen werden verschiedene Teilprojekte umgesetzt und das Gesamtprojekt wird mit einer Förderrate von 50% gefördert. Für Lübeck bedeutet das 12,75 Millionen Euro Förderung. Im Rahmen des Projektes wird am Skandinavienkai der Anleger 5a für die zukünftig größeren Schiffsgenerationen umgebaut und es wird ein Passagierturm am Anleger 5a errichtet. Dieser ermöglicht den fußläufigen Passagieren das Betreten und Verlassen des Schiffs. Mit größeren Schiffsgenerationen wächst die Ladungsmenge und damit auch der Flächenbedarf am Skandinavienkai. Dafür wird im Rahmen von Hansalink 3 zum Beispiel die Werkstatt auf der Hafenfläche in einen anderen Bereich umgezogen und die dann freiwerdende Fläche so aufbereitet, dass sie für den Hafenumschlag verwendet werden kann.
Dalbensteg Anleger 7
Am Anleger 7 am Skandinavienkai wird die Anpassung des Dalbenstegs für das sichere Liegen der nächsten größeren Schiffsgeneration erforderlich. Geplant sind hier Schiffe mit einer Länge von rund 240 m.
Lehmannkai 1+
Die Unternehmensgruppe Lehmann plant die Erweiterung ihre Hafenbetriebes. Dafür hat die Firmengruppe bereits 2017 an Lehmannkai 1 angrenzende Grundstücke gekauft, die nun nach und nach für den Hafenumschlag umgebaut und genutzt werden sollen. In zwei Bauabschnitten sollen auf der Fläche vier neue Lagerhallen für Forstprodukte entstehen. Zusätzlich wird ein leistungsfähiger Gleisanschluss geplant, mit dem ein Teil der Waren über die Schiene weiter transportiert werden kann. (Quelle: Lehmannkai 1+)
Weitere Landstromanschlüsse am Skandinavienkai
Im Rahmen des EU-Förderprojektes Baltic-Green-NET werden am Skandinavienkai drei weitere Anleger (4, 5A und 7) mit Landstromanschlüssen ausgestattet. Damit sind dann insgesamt fünf Anleger mit Landstromanschlüssen ausgestattet, die den Schiffen die Versorgung mit Landstrom während der Liegezeit im Hafen ermöglichen können. Zusätzlich zu den drei Landstromanschlüssen werden im Rahmen des EU-Förderprojektes zwei Kleinwindkraftanlagen am Skandinavienkai aufgestellt. Die Kleinwindkraftanlagen werden eine Gesamthöhe von etwa 15 Metern und die Rotation erfolgt auf einer vertikalen Achse. Die geplante Energieerzeugung liegt je Kleinwindkraftanlagen bei bis zu 20.000 kWh pro Jahr liegen. Lübeck erhält eine Förderrate von 30%, was etwa 1,6 Millionen Euro entspricht.
Gleis 9 und Gleis 11
Das Gleis 9 gehört mit knapp 900 m Nutzlänge zu den längsten Gleisen im Bahnhof Lübeck-Skandinavienkai (LSK). Der Oberbau des Gleises hat inzwischen seine Liegedauer überschritten und ist abgängig. Der Zustand des Gleises wurde durch Eisenbahnaufsichtsbehörde als erneuerungswürdig bewertet. Aufgrund des beschriebenen Zustands ist eine oberbautechnische Erneuerung des Gleises 9 vorgesehen. Zusätzlich werden Schwellen erneuert und dadurch das Gleis dem aktuellen Hafenbahnstandard entsprechend hergestellt. Gleis 11 ist ebenso wie Gleis 9 ein Teil des LSK. Genauso wie bei Gleis 9 hat auch hier der Oberbau des Gleises seine Liegedauer überschritten und ist abgängig. In Anbetracht des beschriebenen Zustands von Gleis 11 ist eine Erneuerung vorgesehen. Im Rahmen dieser wird der Oberbau erneuert, die Schwellen ersetzt, die Drainagen zur Gleisentwässerung vollständig erneuert und das Gleis dem aktuellen Hafenbahnstandard angepasst.
Projekt Autohof Skandinavienkai
Durchschnittlich 2.300 Fahrzeuge (Spitzenauslastung) passieren pro Tag das Südgate bei der Einfahrt auf die Terminalflächen des Skandinavienkais. Die vor der Gatelinie befindlichen Flächen sind private, jedoch für den öffentlichen Verkehr zugängliche Verkehrsflächen und dienen in erster Linie als erste Puffer/- Wartefläche für LKW und Passagierverkehre. Viele der Fahrzeuge sind bereits deutlich vor Abfahrt der Fähren am Skandinavienkai und nutzen diese vorgelagerten Flächen bis zur Abfertigung. In besonderen Situationen kann es zu Rückstauereignissen und deutlichen Verzögerungen bei der Abfertigung gebuchter Einheiten kommen. Um die dem Südgate vorgelagerte Fläche optimaler nutzen zu können und ggfs. in der Zukunft dem operativen Hafenbetrieb zur Verfügung zu stellen, soll ein PreGate eingerichtet werden, dass der digitalgestützten straßenseitigen Zulaufsteuerung der Hafenverkehre dient. Hierfür wird ein Autohof/eine öffentliche Stellplatzanlage im Zulauf des Skandinavienkais erforderlich, um ggfs. ungebuchte oder viel zu frühe Einheiten einen temporären Ausweichplatz einzurichten. Dieser stellt Parkplätze für LKW, aber auch für PKW, Wohnmobile und Busse zur Verfügung. Außerdem soll der Autohof über eine Tankmöglichkeit, Sanitäranlagen, einen Kiosk, sowie Fahrradstellplätze und auch einen Spielplatz verfügen.
Neugründung „Eigenbetrieb Hafen Lübeck“(Eigenbetrieb Lübeck Ports)
Die Umsetzung läuft wie geplant. Hierzu folgende, zu öffnende Dateien:
2026-05-15 20_0221 Wirtschaftsplan 2027 VO
2026-05-15 20_0221 Wirtschaftsplan 2027 SAO
Anlage 1 Wirtschaftsplan_ELP_2027ff
Quelle: Hansestadt Lübeck/ Presse- und Öffentlichkeitsarbeit