Das niederländische Verteidigungsministerium wird seine Seetransportkapazitäten in den kommenden Jahren erheblich ausbauen. Ein Unternehmen aus den Niederlanden, die Reederei Spliethoff, liefert zwei identische Container- und Roll-on-Roll-off-Schiffe (Conro): die „Trica” und die „Plyca”. Diese Schiffe können Container, Fahrzeuge und Hubschrauber transportieren. Damit sind die niederländischen Streitkräfte künftig in der Lage, Material schneller auf dem Seeweg zu transportieren.

Die „Trica” wird ab der Übergabe am 30. Mai dauerhaft für das Verteidigungsministerium fahren, die „Plyca” ab dem 20. Jänner auf Abruf eingesetzt werden – mit einer Vorwarnzeit von 20 Tagen. Die Conro-Schiffe können jeweils maximal 300 Fahrzeuge, 694 Container oder eine Kombination davon transportieren. Der Einsatz der Schiffe erfolgt über das Verteidigungsunterstützungskommando.

(MS TRICA UND MS PLYCA, im Dienst für TRANSFENNICA, demnächst auch für die niederländsichen Streitkräfte)

Derzeit verfügt das Verteidigungsministerium über die „MV New Amsterdam” und die „MV Southern Rock”. 2022 wurde die „New Amsterdam” für zehn Jahre gemietet und ist hinsichtlich ihrer Kapazität mit den neuen Schiffen vergleichbar. Die „Southern Rock” ist ein kleinerer Schiffstyp.

 

Dank der Erweiterung verfügt das Verteidigungsministerium ab Ende Mai 2026 über die permanent einsetzbare „Trica” und die auf Abruf einsetzbare „Plyca” von Spliethoff. In erster Linie sind die Schiffe dafür gedacht, Einheiten im Falle eines groß angelegten Konflikts ins Kampfgebiet zu bringen und zu unterstützen. Sie dienen aber auch der Unterstützung von Einheiten in Einsatz- und Übungsgebieten.

Eigener Schiffskran

Auf Wunsch des Verteidigungsministeriums werden beide Schiffe mit einem eigenen Schiffskran ausgestattet, damit sie unabhängig von verfügbaren Kaianlagen be- und entladen werden können. Die „Trica” erhält außerdem sogenannte „Finger”. Dadurch kann die Laderampe in Teilen ausgeklappt und auch an schmaleren Kais verwendet werden.

Mit dieser Beschaffung stärkt das niederländische Verteidigungsministerium nicht nur die logistische Schlagkraft der Streitkräfte, sondern investiert auch in ein niederländisches Unternehmen. So wird die Zusammenarbeit mit dem zivilen Sektor weiter gefördert.

 

 

Quelle: Militär aktuell.at