Von 1826 bis 1993 war das Kaisertor in den Wallanlagen eine Navigations- und Seemannsschule. Eigentlich wollte der Nautische Verein zu Lübeck hier eine historische Dauerausstellung über die maritime Ausbildung in Lübeck einrichten. Jetzt geben die Ehrenamtler auf: Stadt und Politik reagieren nicht auf ihr Engagement.

Die Idee zu der Ausstellung kam dem Nautischen Verein zu Lübeck im Sommer 2021. Damals wurde bekannt, dass das Kaisertor der neue Sitz des Amtes für Denkmalpflege wird. Nach einer Ortsbesichtigung durch Mitglieder des Nautischen Vereins wurde ein erstes Konzept für eine mögliche historische Dauerausstellung erstellt. Erste Gespräche mit dem Amt für Denkmalpflege verliefen positiv, zwei entsprechende Räume würden zur Verfügung stehen. Es wurden bereits Exponate zur Ausbildung vom Schiffsjungen bis zum Kapitän, Maschinisten, Funker und sogar -zeitweise- zum Flugkapitän der Lufthansa seit dem Jahre 1808 in Lübeck gesammelt.

„Am 13. Juni 2021 richtete der Nautische Verein Lübeck ein entsprechendes Schreiben mit der Idee und dem Wunsch nach Einrichtung einer solchen Dauerausstellung in der ehemaligen Seefahrtschule Lübeck an Bürgermeister Lindenau, sowie an Peter Petereit (Fraktionsvorsitzender der SPD in der Bürgerschaft) und an Oliver Primeur (Fraktionsvorsitzender der CDU in der Bürgerschaft)“, berichtet Jürgen Schlichting, Vorsitzender des Nautischen Vereins.

Eine Antwort gab es weder von der Politik noch von der Stadt. „Wir stellen jetzt für uns fest, dass es offensichtlich von Seiten der Hansestadt Lübeck kein Interesse daran gibt, ein wesentliches Kapitel der Seefahrt in Lübeck an einem so historischen Ort wie dem Kaisertor zu präsentieren“, so Schlichting. „Daher stellen wir mit großer Enttäuschung alle unseren diesbezüglichen ehrenamtlichen Tätigkeiten zur Thematik ein.“

 

Quelle: HL-Live, VG


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